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Frauenturnen: Konzentration, Willenskraft und Anmut vereint

21. März 2018

Anlauf – Absprung – Hände – Füße – Hände – Füße – Schraube - stehen.

Immer wieder trainieren acht- bis zehnjährige Mädchen Überschläge – mal vorwärts, mal rückwärts. Dem Laien verschlägt es vor Staunen die Sprache, der Trainer aus Russland, der zur Probe da ist, gibt Hinweise auf Englisch. Erst nach einiger Zeit erschließt sich dem unbedarften Beobachter, dass hier ein Trainingsprogramm nach durchdachten Regeln abläuft. Und dass es scheinbar immer etwas zu korrigieren gibt. Bauch rein, Schultern hoch, Füße schräg oder parallel, Arme mehr nach hinten. Anlauf, Absprung …

Irgendwann geht die Hallentür auf, eine stämmige Frau tritt ein und allen Gästen ist innerhalb von Sekunden klar: die hat hier ziemlich viel zu sagen. Noch ein paar Minuten später wird zur Gewissheit, dass diese Frau alle, wirklich alle Fäden in der Hand hält und eine Institution ist. Frank Mutzner, der Vereinsvorsitzende der Turnvereines Altendorf, meint trocken: „Gabi Frehse ist die Cheftrainerin bei uns. Sie hat in der Halle einen 380-Grad-Blick; ja, 380 Grad. Sie sieht jederzeit das kleinste Detail – auch wenn sie dabei noch telefoniert.“ Er zwinkert zwar fröhlich herüber, aber die Botschaft ist exakt auf den Punkt gebracht. Beobachtet man Gabi Frehse, kann man in den wasserblauen Augen einen unbestechlichen, bodenständigen, absolut nüchternen Blick beobachten. Dazu passt, dass sie mitten im Gespräch in eine Hallenecke schaut, um ganz nebenher einen Übungsablauf zu korrigieren. Anschließend erklärt sie dem Gesprächspartner, wer da gerade turnt, was für Stärken diejenige hat und an was sie arbeiten muss. Wenn sie das erzählt, ist alle Härte im Blick verschwunden – sie liebt ihre Schützlinge. Meist kommt eine Bemerkung hinterher, die einen herzlichen Humor erkennen und das wärmste Lachen der Welt aus ihr kullern lässt.

Gabi Fehse ist stolz auf ihre Turnerinnen - auf ihren Willen, auf ihre Disziplin und auf ihre Erfolge. Dinge, die ohne sie nicht wären. Die beiden, die das sagen, müssen es wissen. Pauline Schäfer holte 2017 WM-Gold auf dem Schwebebalken. Und Sophie Scheder wurde 2016 Olympia-Dritte am Stufenbarren. Es sind die Sahnehäubchen der harten Trainingsarbeit im Verein, der seit Jahren junge Talente aus ganz Deutschland anzieht.

Der Vortrag im Olympiastützpunkt Chemnitz wurde dann zum emotionalen Höhepunkt. Geschichten, Erlebnisse, Gefühle bestimmten die Berichte von Gabi Frehse und wurden mit den Videos der Erfolgsübungen zu Olympia und der WM eindrucksvoll illustriert. Beruhigen konnten sich die Gäste danach am Buffet und in Gesprächen mit den beiden Spitzensportlerinnen. Freundlich, unglaublich geduldig und vollkommen geerdet beantworteten sie alle Fragen der Gäste. Vielen Dank dafür!

 

Fazit: Ein Abend der Gefühle und Emotionen – Spitzensport live aus Chemnitz!

 

 

André Grunewald

breitband - Agentur Chemnitz

Deutlicher Hinweis auf blätternder Farbe: In dieser Halle trainieren Siegerinnen!

Die Turnerinnen zeigen, was sie draufhaben.

Der Nachwuchs aus ganz Deutschland wird sorgfältig betreut.

Gabi Frehse in ihrem Element: nichts entgeht ihr, immer gibt es etwas zu optimieren.

Yvonne Buchheim moderierte das anschließende Gespräch im Olympiastützpunkt.

Sympatische Sportlerinnen, charismatische Trainerin, ein gelungener Abend - perfekt und vielen Dank!