Jeder Festredner fügte „seinen” Stein in das Unternehmens-Mosaik:
Doch so verschieden die Themen, so verschieden die Persönlichkeiten, so verschieden die Perspektiven der Redner auch sein mochten, so eindeutig war die Botschaft am Ende des Rednermarathons: der Erfolg des Familienunternehmens ist alles andere als ein Zufall.
Einem verbreiteten Gründer-Klischee entsprechend und doch wahrhaftig (sowie fotografisch dokumentiert) eröffnete das Unternehmen 2002 in einer Garage. Unter Nutzung des brachliegenden Know-hows hinfälliger Unternehmen wurde innerhalb kürzester Zeit die lange Drahtzieh- und Drahtschältradition in Chemnitz wiederbelebt und fortgeführt. Stetig wachsende Markterfolge durch Eigenanspruch, Qualitätsdenken und qualifizierte Mitarbeiter ließen das Unternehmen schnell wachsen. Irgendwann las man in einem Presseartikel, dass man auf seinem Gebiet der Weltmarktführer sei. Die Prüfung und die Resonanz auf dem Weltmarkt bestätigte: Man ist der Weltmarktführer! Hinzu kommt Engagement weit über Unternehmensbelange hinaus - Kultur, Kunst, Sport, kommunale Projekte werden tatkräftig unterstützt. Eingemischt in das „Große und Ganze” der Stadt Chemnitz wird sich häufig und ebenso leidenschaftlich. Auch an diesem Abend - Herr Dr. Kieselstein richtete deutliche Worte an Barbara Ludwig als Oberbürgermeisterin der Stadt, die unter den Gratulanten weilte.
Anhand der Unternehmensentwicklung, der amüsanten Wortscharmützel zwischen Vater und Sohn sowie der technologischen Lösungsvielfalt der Erzeugnisse wurde den Gästen schnell deutlich, dass hier der große Erfolg aus vielen kleinen Details besteht. Details, die fortlaufend ausdiskutiert werden und die gelegentlich auch unbequem daherkommen. Am Ende jedoch stehen eindeutige Antworten im Raum - mit Entscheidungen, die konsequent umgesetzt werden.
Zum Schluss wurde der Beweis angetreten, dass sich auch aus scheinbar gegensätzlichen Bereichen wie Technik und Kunst gewaltige Funken schlagen lassen.
In der restaurierten, kunst- und kontrastreich eingerichteten Villa des Arno-Loose- Gewerbeparks begann eine Führung, während der man nur ahnen konnte, mit welchem Aufwand das gänzlich heruntergekommene Gemäuer vor dem Verfall gerettet wurde.
Einige der im anschließenden Gebäude ansässigen Künstler hatten ihre Ateliers geöffnet und luden zur Werkschau ein. Dadurch hatten viele Gäste die Gelegenheit, beschwingt von einer „bunten Welt” in die andere zu wandeln und die Veranstaltung ausklingen zu lassen.
Ein im Wortsinne „ausgezeichneter” Abend, der darüber hinaus informativ, anregend und überaus gesellig war.
André Grunewald
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