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Drei Fragen, die es in sich haben …

08. Februar 2016

 

"Konflikte lösen mit drei Fragen" - dieses Angebot war für viele Clubmitglieder und Gäste eine echte Verführung. Und so machten sich zum Rosenmontag etwa 90 Besucher auf, um bei Gerburgis Niehaus den "Cappuccinoblick" enträtselt zu bekommen.

 

Die Botschaft war wie erhofft ganz einfach und die drei Fragen, um die sich alles dreht, sind es auch:

Was hast Du für mich getan?

Was habe ich für Dich getan?

Welche Schwierigkeiten habe ich Dir bereitet?

 

Was nun? Auch einfach: Stille organisieren, Zeit bereitstellen (45 Minuten oder 7 Tage lang je 14 Stunden), Zielperson definieren und los geht es. Geräusche machen, reden, zur Toilette gehen, rauchen oder rascheln ist strengstens verboten, die Pausen sind auch klar definiert.

 

Nun mal konkret:

Was hat meine Mutter (wahlweise Vater, Schwester, Sohn) für mich getan?

Was habe ich für meine Mutter (wahlweise Vater, Schwester, Sohn) getan?

Welche Schwierigkeiten habe ich meiner Mutter (wahlweise Vater, Schwester, Sohn) bereitet?

Volle Konzentration. Stille. Innere Einkehr. Immer wieder und über Stunden hinweg.

 

Auch noch einfach? Eigentlich schon.

Und doch unendlich schwer, denn unser Alltagsleben ist eine Abfolge von Dauergeräuschen und -erregungen.

Handy, Internet, Telefongespräche, Dudelfunk, Bilder, Werbung, Fernsehen, Kinderfragen, Eltern anrufen, Geschäftstermine, Plakate, Verpackungen, LED-Reklame, Straßenverkehr, Partner, Gelächter, Gestreite, Regen, Wecker, Schnarch.

 

Wir kommen nicht wirklich aus all dem raus. Stille ist mittlerweile unerträglich, mit sich selbst allein sein der Horror. Und: wer (sich selbst) Fragen stellt, muss mit den Antworten klarkommen!

Also ist das Rätsel um den Cappuccinoblick eine Art Selbstkasteiung, "Psychokram"?

Nein, genau das nicht!

 

Frau Niehaus machte im Vortrag klar, dass hier keine Religion, keine "Masche" oder irgendetwas Esoterisches dahintersteckt, sondern die pure Selbsterkenntnis, die befreien kann. Die Kraft der drei Fragen erschloss sich nun immer mehr in den Beispielen, Erfahrungsberichten und Anekdoten der Referentin.

 

Das zeigte Wirkung im Publikum.

Wie? Ganz einfach: durch Stille - gedankenverlorene Stille.

Die Wirkung des Einfachen entfaltete sich auch immer mächtiger in den Diskussionen danach. Ja, da wurde eine Ahnung von dem vermittelt, was durch drei simple Fragen alles geklärt werden könnte!

 

Fazit:

Der Rosenmontag 2016 wurde durch den Clubabend ohnehin schon ungewöhnlich beendet. Doch wer die Fastenzeit nach Fasching auch noch als Zeit innerer Einkehr verstehen will, hat zusätzlich noch einen starken Impuls von Frau Niehaus erhalten: in Form von drei einfachen, simplen Fragen …

Vielen Dank dafür!