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Erzgebirgshandwerk - traditionell und modern

16. Dezember 2010

Ein Besuch in der Holzkunst-Manufaktur von Björn Köhler

Die „Hürde“ lag nur etwa 15 Zentimeter hoch, hatte es jedoch in sich: weiß und pulvrig verteilte sich der Neuschnee auf den Straßen und Plätzen der Region. Wer sich die beschwerliche Fahrt nach Eppendorf bei minuskalten 7 Grad zumutete, wurde jedoch mit Erlebnissen reichlich belohnt. Denn bereits auf dem Hof der Holzmanufaktur Köhler begrüßte die Gastgeberfamilie jeden Ankömmling herzlich mit einer heißen Tasse Glühwein.

Gut aufgewärmt erlebten die Besucher anschließend einen spannenden Vortrag von Björn Köhler, dem „Vater“ der rotnasigen Weihnachtmänner und anmutigen Krippenfiguren. Das Handwerk, die Ideen sowie die tägliche Fertigung spielten darin natürlich eine zentrale Rolle. Das Marketing, die Entwicklung des Vertriebes und das stetige Wachsen des Unternehmens waren weitere Schwerpunkte in den Ausführungen. Mehr und mehr jedoch ging das Erzählen in ein angeregtes Gespräch mit interessierten Gästen über, wobei in den Werkstätten die ganze Familie Köhler (Mutter, Vater, Ehefrau) ihren „Chef“ (Originalton des Vaters) unterstützten.

Neben den „harten Fakten“ aus Betriebswirtschaft und Handwerk wurden auch schnell die eigentlichen Geheimnisse des Erfolges von Björn Köhler deutlich: Anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern; Besuchern, Mitarbeitern und der eigene Familie eine „Wohlfühlatmosphäre“ anzubieten sowie eine kompromisslose Ideen- und Handwerksqualität abzuliefern.

Wie gut es dem Familienbetrieb Köhler gelingt, diese ungeschriebenen „Gebote“ umzusetzen, war im Verkaufsraum zu sehen. Den Geruch von frisch gedrechseltem Holz noch in der Nase griffen viele Gäste munter (und lächelnd) zu und so wanderten viele große und kleine Kartons über die Ladentheke. Mit Rostern, Sauerkraut und Linsen am Feuer auf dem Hof klang ein Vorweihnachtsabend aus, der ein besonders wertvolles Prädikat verdient: „Echt Erzgebirgisch – Echt gut“.

Mit einem großen Dankeschön an Familie Köhler verabschiedet sich der Marketingclub Chemnitz in die Festtage, wünscht allen seinen Mitgliedern und Gästen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

André Grunewald

Björn Köhler stapelte tief: er könne nicht gut vortragen. Stimmt nicht! Spannend, emotional und informativ war seine Zeitreise durch 21 Jahre "Manufakturleben".

Blick in die Werkstätten: alles an seinem Platz.

Apropos Platz: davon gibt es in der Manufaktur wenig. Doch "eng" bedeutet oft auch "gemütlich".

Es gab viel zu sehen - Handwerk wie im Bilderbuch.

Streichelglatt sind die Körper und die Versuchung war groß...

Über die Schulter geschaut: Vielen Dank an die Mitarbeiter für ihre "Marketing-Club-Sonderschicht"!

Mit der Familie durch 21 Betriebsjahre: Herr und Frau Köhler...

... die Mutter...

... und der Vater.

Weihnachten im Erzgebirge: Die "Roten Hundertschaften" ziehen hinaus in die Welt.

Traditionelles Handwerk trifft auf moderne Transportmittel.

Geheimnisvolle Blicke aus der Schneelandschaft in den Verkaufsraum ...

... der natürlich jedem Besucher offenstand!

"Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Falle tun". Hermann Hesse

Alles Handarbeit - selbst die Rechnung!