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Filmnächte mit Tiefgang

03. August 2015

Die Filmnächte in Dresden und Chemnitz sind eine Erfolgsstory. Und so wäre es nichts ungewöhnliches gewesen, wenn Herr Polenz als Gründer und Geschäftsführer dieser Veranstaltungsreihe eine stolzen Bericht über die Gründerjahre und den heutigen Stand der Dinge inklusive verzierender Anekdoten abgegeben hätte.

 

Zum Schluss waren die "harten Fakten" auch irgendwie da, der ganz große Rest seines Vortrages jedoch war eine Überraschung. Das begann bereits bei der Bildauswahl, die an die Saalwand des Chemnitzer Hofes geworfen wurde. Nix da mit Fotos vom Elbufer, begeisterten Besuchern oder Dresdens Silhouette im Dämmerlicht. Da waren Bilder von Chagall, von Picasso und von van Gogh, die in Zauberwelten entführten. Herr Polenz geleitete in einer Art und Weise durch die Bilder an der Wand, die Bilder seines Lebens und durch persönliche Erfahrungs- und Gedankenwelten, dass Grenzen verschwammen und ein gedankliches Fließen begann.

 

Gelegentlich hatte man den Eindruck, dass sich der Referent vom Thema Filmnächte so weit entfernt hatte, dass es keinen Weg mehr zurück geben würde - doch plötzlich fand man sich genau da wieder. Fand sich nach dem Großen und durchaus auch verstörend Ganzen mitten in der Lust am Kino und in den profanen kleinen Handlungsschrittchen wieder, die die Filmnächte zu dem machten, was sie heute sind.

 

Vor der üblichen Fragerunde erbat sich Herr Polenz dann drei Minuten Stille - um den Sinn des eigenen Tuns zu überdenken, zukünftige Ziele auszumachen oder einfach die allgegenwärtige Hast abzustreifen. Der Versuch schien zu gelingen, die Stille verlor das Bedrohliche und hüllte mehr und mehr angenehm ein - bis ein vergessenes Handy den hektischen Zeitgeist leise, aber überdeutlich in die Runde der 80 Clubfreunde und Gäste hereinbrechen lies. Der Zauber des Momentes war dahin - den Eindrücken des Vortrages konnte der "akustische Eindringling" jedoch nichts mehr anhaben.

 

Vielen Dank an Herrn Polenz für ungewöhnliche Perspektiven, für überraschende Gedankenanstöße und für ein anrührendes Filmerlebnis ("Heute bin ich Samba")!

Der Clubabend war ebenso lauschig wie auf dem Werbefoto

Herr Polenz überrascht mit Bildern ...

... von Chagal ...

... und Picasso - was spricht wen mehr an? Die Antwort, warum das so ist, bleibt offen.

Etwa 80 Besucher verfolgten den Vortrag.