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Hass, Wut, Liebe, Neid – Marketing mit Emotionen

09. Februar 2011

Der Titel der Veranstaltung war vielversprechend und der Saal entsprechend gut gefüllt.

Dr. Oliver Hupp, Division Manager Brand & Communication Research von der GfK Marktforschung, setzte bei seinen Zuhörern ein paar „Kleinigkeiten” voraus:
Etwa verhandlungssicheres Englisch (alle Zitate des Vortrages stammten von amerikanischen Wissenschaftlern und wurden im Original dargeboten) oder ein tiefes Verständnis für die Fachbegriffe der Branche. Was da durch die Luft schwirrte, sollte Eindruck erzeugten: Panels, Return of Marketing, Sets, Validierung oder neuronal activity happens. Natürlich, das Unternehmen ist wissenschaftlich tätig, börsennotiert sowie für Global Player aktiv - doch muss man das den Chemnitzer Clubmitgliedern derart „subtil” verdeutlichen?

Zurück zum Thema.
Herr Dr. Hupp spannte den Bogen von der Historie der Hirnforschung über aktuelle Erkenntnisse dieser Wissenschaft bis hin zum Tagesgeschäft der GfK. Das besteht unter anderem darin, die notwendigen Werkzeuge zu finden, um menschlichen Emotionen wie Hass, Wut, Liebe, Neid wissenschaftlich „auf die Schliche” zu kommen. Die Zuhörer erfuhren viel Interessantes über die verschiedenen Wege, wie man Probanden dazu bringt, möglichst unverfälscht ihre Emotionen in die Umfragebögen der GfK zu übertragen. Beispiele aus Werbesendungen verdeutlichten, wie durch den Einsatz emotionaler Bilder, Botschaften und passender Musik die Meinungen der Kunden beeinflusst werden.

Kein Zweifel: Der wissenschaftliche Gehalt des Vortrages war sicherlich groß, die Argumente komplex, die Fülle der Informationen erschlagend. Was im Vortrag leider fehlte, waren die viel beschworenen Emotionen selbst sowie ein Ziel, eine Aussage, eine greifbare Kernbotschaft. Und genau an dieser Stelle sind die Mitglieder und Gäste des MCC von vielen Referenten ganz Anderes gewöhnt.

Fazit:

Mit der Erkenntnis, dass emotionales Marketing am besten verkauft, möge nun jeder Hörer selbst entscheiden, was er in seinem „Einkaufskorb des neuen Wissens” mit nach Hause nehmen konnte…

André Grunewald

Das Thema war spannend ...

... und die Zuhörer voller Erwartungen.

Herr Dr. Hupp begann seine Ausführungen mit der Verhaltensforschung von ...

... Ratten (von den Reaktionen her mit dem Menschen vergleichbar).

Die wissenschaftliche Erkenntnissuche nimmt auf modische Gesichtspunkte wenig Rücksicht.

Lohn der Arbeit sind übersichtliche Denkmodelle ...

... oder komplexe Darstellungen.

Emotionen entscheiden ...

... über den Erfolg von Kampagnen - wer hätte das vorher geahnt?