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Jägermeister ab 18! Für verantwortungsvollen Genuss.

09. Juni 2011

Das Eingangsschild mit der Aufschrift „ab 18” machte den Besuchern des Juni-Clubabends deutlich, dass es bei Jägermeister nicht um Kindereien geht. Stimmt, es ging um viel mehr.

Der Referent Herr Staege startete eine rasante Zeitreise durch die Unternehmensgeschichte, die mit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1878 begann. Bis 1935 sollte es jedoch noch dauern, bis der „Jägermeister” unter diesem Namen auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Bis 1970 war der Likör nur hierzulande zu erwerben und hatte den Charme eines Stützstrumpfes: ältere Herren behandelten damit „medikamentös” allzu fettreiche Mahlzeiten in (west-) deutschen Wirtshäusern.

Doch ab Mitte der 1970er Jahre wurde das Konsumieren des Stöffchens international. Westeuropa, USA, Asien und Südamerika kamen auf den Geschmack. Nach der Wende kam Osteuropa hinzu und heute bereisen die „Geweih-Botschafter” die ganze Welt. Für die Zukunft ist man sehr optimistisch, denn es wurden noch etliche weiße Flecken im Vertriebsgebiet Erde ausgemacht.

Zurück nach Deutschland. Hier tüftelte das Unternehmen an allem – nur nicht am Produkt selbst. Das wird unverändert nach Originalrezeptur hergestellt (56 Kräuter, 35% Alkohol, ein Jahr Reifung im Eichenfass). Umso kreativer steppte die Marketingabteilung durch die Jugend- und Clubszene. Mit „Achtung Wild” verpasste man der aromatischen Flüssigkeit ein neues Image und erschloss sich die Party-Generation. Ein ausgeklügelter Kommunikationsmix befeuerte die Nachfrage, abfeiern war angesagt. Events, Rockfestivals und Szenekneipen wurden zum Tummelplatz der orangenen Event-Teams.

Nach einem „Eiskalt”-Intermezzo verkörpert die Marke Jägermeister derzeit das Attribut „Echt”. Der „Kerngenießer” ist zwischen 25 und 49 Jahre alt und trinkt gesellig mit Freunden. Entsprechend wird die Werbung ausgerichtet und mit „360-Grad-Marketing“ bezeichnet. Das sagt alles - Kommunikation auf allen erdenklichen Kanälen und immer am Puls der Konsumenten.
Für manchen Besucher der Clubveranstaltung dürfte an dieser Stelle die Erkenntnis gereift sein, dass man sich selbst bestenfalls am äußersten Rand der Zielgruppe einordnen kann. Kleiner Trost am Rande und auch von der Werbeabteilung dezent verschwiegen: selbst die hoch dosierte Einnahme von Jägermeister garantiert keine ewige Jugend…

Der Kreis zu den Anfängen der Marke schließt sich derzeit, denn die Jugend von heute wird in die Wirtshäuser von damals eingeladen. Bei diesen Events wird der Likör zu „gutbürgerlicher Küche” gereicht und mit trendiger Musik garniert. Womit wir punktgenau beim Thema des Vortrages angelangt wären: „Jägermeister – Marke zwischen Tradition und Trend”.

Fazit:

Der Vortrag von Herrn Staege war gelebtes Marketing in Reinkultur (inklusive Faszination, purem Erstaunen und leichten Irritationen über manche Trends der Gegenwart). Fehlte irgend etwas? Eigentlich nicht – bis auf den Geschmack des Produktes. Doch der wanderte in Form kleiner Fläschchen mit nach Hause. Dort konnte ihn der Marketingfreund verantwortungsvoll genießen und damit einen wirklich interessanten Abend beschließen …

André Grunewald
breitband - Agentur Chemnitz

Verantwortungsvolle Veranstaltung.

Lockerer Referent: Herr Staege.

Wachsende Marke in Zahlen ...

... Internationalität in Farben.

Reklame damals ...

Eventmarketing heute.

Zielgruppenauswahl allgemein ...

... Zielbeschreibung konkret.

Gut besuchte Veranstaltung ...

... mit aufmerksamem Publikum.