Der Spruch wurde zum geflügelten Wort: „Milch macht müde Männer munter.”
Obwohl Thomas Rost, Marketing- und Vertriebsleiter in Personalunion(!) bei Sachsenmilch, nicht direkt auf diesen Spruch einging, beherzigte er jedoch auch die Fortsetzung des Kalauers:
„Milch macht müde Männer munter,
Milch macht müden Männern Mut,
Und mix ich noch nen kleinen Klaren drunter,
dann schmeckt das Zeug noch mal so gut ...”
An der Bar herrschte (vielleicht gerade deswegen) immer Hochbetrieb und die Gäste überzeugten sich, dass Gin und Kirschlikör die Sachsenmilch-Shakes kulinarisch deutlich aufwerteten.
Im Vortrag selbst verschmolzen konzeptionelle Theorie und erfolgreiche Werbepraxis miteinander und nahmen die Zuhörer über die gesamte Zeit hinweg gefangen.
Zu Erleben war die hohe Schule des Marketinghandwerks:
Erfassung des Ist – Zustandes, Bedarfsforschung, Schlussfolgerungen hinsichtlich der Kernbotschaft, des Kundennutzens, der Kundenansprache.
Soweit so gut – diese Dinge sollten für Marketingexperten weder neu noch aufregend sein.
Auf- und anregend waren vielmehr Dinge, die Selbstverständlichkeiten sein sollten und die mit klaren, einfachen und dadurch um so überzeugenderen Worten vermittelt wurden:
Die Formulierung einer „kernigen” Werbebotschaft etwa, die sich durch alle Maßnahmen zieht und die wieder und wieder verkündet wird. Oder Anmerkungen zur extremen Zielstrebigkeit aller Kampagnen. Wozu die Gliederung der „Werbe-Reise” in klar definierte, anspruchsvolle Etappen ebenso gehört wie generalstabsmäßig geplante Einzelaktionen oder die umsichtige Auswahl von Werbe- Vertragspartnern (illustriert am Beispiel des CFC).
Ebenso selbstverständlich (wie häufig vergessen) blitzte im Vortrag mal wieder die Wahrheit auf, dass Werbung richtig viel Geld kostet. Geld, das als Investition mit allen Risiken angesehen wird, um künftige Erfolge zu generieren.
Dass sich bei Sachsenmilch die Hoffnungen auf Image- und Absatzsteigerungen erfüllten, wurde durch Zahlen und Fakten eindrucksvoll bewiesen.
Ein spannender Abend ohne jede Schaumschlägerei – sondern eher mit cremig gerührter, nahrhafter „Marketingmilch”, die im Raum nicht nur die Männer munter machte.
André Grunewald
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